
Kloster Erdene Zuu, Karakorum, Mongolei – Foto: Mongol Tour
Weltgeschichte und Buddhismus in der Mongolei
Khar Khorin oder Karakorum war im 13. Jahrhundert die Hauptstadt des größten zusammenhängenden Weltreichs in der Geschichte der Menschheit. Heutzutage ist Karakorum ein kleines Industriestädtchen. An glorreiche ältere Tage erinnern die imposanten Überreste des Erdene Zuu Klosters aus dem 16. Jahrhundert.
Die meisten Gebäude von Erdene Zuu wurden in der kommunistischen Zeit dem Erdboden gleich gemacht. Es stehen allerdings noch die Außenmauern des Klosterbezirks mit 108 eindrucksvollen Stupas und eine Reihe verschiedener Tempel im Inneren. Im staatlichen Kloster Shop gibt es jede Menge qualitativ hochwertiger Reiseandenken zu kaufen, allerdings zu – für mongolische Verhältnisse – gesalzenen Preisen. Eine Reihe von noch erhaltenen Tempeln werden vom mongolischen Staat als Museum betrieben und zeigen eine eindrucksvolle Fülle lamaistischer Kunst.

Foto: Mongol Tour
Es gibt direkt neben dem Tempel im tibetischen Stil einen kleineren Laden, dessen Erlöse direkt dem inzwischen wieder begonnenen Klosterbetrieb zugute kommen. Dieser Klosterladen ist weniger professionell aber weit liebenswürdiger und frommer geführt. Hier kann man authentische geweihte Paraphernalia erwerben: Bücher, Gebetsmühlen, Räucherschalen, Gebetsfahnen, Arts (Räucherwerk aus Wacholder), Hadags (Seidenschals) und vieles mehr. Es ist eine verdienstvolle Sache hier einzukaufen und der im Aufbau begriffenen Dalai-Lama-Klosterschule für Nomadenkinder eine Spende zukommen zu lassen.
Vor den Toren des Klosters, wo die offene Steppe beginnt, werden die Überreste der ehemaligen Hauptstadt der Welt ausgegraben – in einem Joint Venture des Deutschen Archäologischen Instituts, der Universität Bonn und der Staatsuniversität Ulaanbaatar. Die hier gefundenen Gegenstände und gewonnenen Erkenntnisse wurden in der Ausstellung Dschingis Khan und seine Erben in Bonn, München und Wien präsentiert.
Mehr Informationen zu Sehenswürdigkeiten und andere Reisetipps zur Mongolei findet man z.B. im Internet unter www.mongol-tour.de.
(tk/lifepr)